Samstag, August 02, 2008

Indien die Erste!

Nun ist die erste Woche vergangen...einfach so...wir sitzen hier in Mamallapuram und man will nicht denken, schreiben oder ueberlegen...man will einfach leben!
Angekommen in Mumbai wurden wir trotz vorherigen Chaosmails von unserem Hotel abgeholt...im Regen...im Gestank...im Muell. Mittendrin im indischen Alltag. Unser doch recht guenstiges "Ankommhotel" stand im direkten Gegensatz! Klima, Fernseher, Marmorbad! Wow! Aber gut so , denn der Monsun erwischte uns mit der vollen Breitseite. Mit dem Taxi in die Stadt?? Fehlanzeige. Sightseeing? No way! Der Versuch mit einer franzoesischen Touristin (ganz Indien ist voll von den Froschfr...ern ) den Sueden Mumbais zu erkunden endete nach einer halben Stunde am Gate of India (welches natuerlich gerade eingehuellt war) weil unser Taxifahrer uns stehen liess und wir doch einige Zeit brauchten ein neues mit einem akzeptablen Preis zu finden!

Weg aus dem Regen erwartete uns hier unten das reinste Paradies! Von Chennai dem Flugankunftsort mit dem Bus (auf den man einfach ein paar Stunden wartet ) nach Mamallapuram. Das Mekka hier im Sueden. Hier sind doch ein paar Touristen - im Gegensatz zu Mumbai und fuer die Nebensaison reicht es hier an diesen (natuerlich Franzosen!) ...

Circa 30 Grad Sonnenschein und viel Platz am Strand, frische Mangos, Annanas, Wassermelone, Minibananen uns jede Menge Lassis begruessten uns...alles ist touristisch erschlossen und vom "REAL India" beginnt man erst etwas zu begreifen wenn man sich in die kleinen dunklen Nebengassen traut...Huetten aus Palmenblaettern, Ziegen, Kuehe, Huehner...Muell....Doch den Armen hier geht es weitaus besser als den Homeless un Mumbai. Dort ist das normale Zuhause eine Plane ueber dem Fussweg einer 6-spurigen Strasse....

Man muss einfach jede Minute geniessen....schauen und staunen...man verbringt viel Zeit mit Warten, verhandeln und die analphabetischen Strassenverkaeufer die zwischen 3 und 10 Jahren sind wieder los zuwerden. Da sind die Spuren des Tsunamie deutlich zu spueren. Viele Waisen die entweser das Glueck haben eine Ersatzfamilie zu finden oder in eines der Waisenheime zu kommen. Wir trafen Beides. Ein kleiner freundlicher buckliger Junge lus uns in sein Haus oder besser Strohhuette ein und wir lernten die Familie kennen die ihm Schulgeld bezahlt um ihm trotz seiner Behinderung eine Zukunftschance zu ermoeglichen. Das passiert nicht Vielen.

So trafen wir Pater Jon der hier ein christliches Waisenhaus leitet was sich um solche Kids kuemmert....Wir spielten mit Ihnen und werden Morgen mit den 26 kleinen Luemmeln an den Strand gehen.... ;-)

Es sind so viele Eindruecke die man so wenig beschreiben kann und will....Essen mit Fingern...Frauen die ca. 30-40 kg Ziegelsteine auf dem Kopf tragen...andere Frauen die fuer fast deutsche Preise einem das Geld aus der Tasche ziehen wollen mit ihren Beauty-Angeboten! Highspeed Internet und kein Wasser. Thailandverwoehnte Reisende sind daher manchmal verwirrt ueber soviel Unfreundlichkeit und Falschheit, Luegen und Diebstahl....

Unser Guesthouse hier liegt direkt am Strand und die Zimmer sind klein aber fein...wir haben unsere Obstfrau des Vertrauens und unser Lieblings"Restaurant" gefunden. Dort gehen nur Einheimische hin und man zahlt ungerechnet 30 Cent fuer das genialste Essen das wir hier gegessen haben. Ueberall Fisch und anderes Seafood, leckeres Gemuese und Gewuerze von denen man nie genug kriegen kann.....

3 Kommentare:

Anonym hat gesagt…

Wow! Indien! Wer hätte das gedacht... Auf jeden Fall sehr sehr interessant alles... Immer schön weiterschreiben und Fotos nicht vergessen!

Grüße aus Frankfurt... ;)

Anonym hat gesagt…

Hey Miri,

Grüßle aus Leibzsch und weiterhin so ne intensive Zeit in der Ferne...Grüß mir die Franz Osen ;-)

Reichlich Segen...
Fraz

Anonym hat gesagt…

Klingt toll und auch ergriefend, ein passender Bericht für das Mue :-)

Ich wünsch dir eine zusätzliche externe Festplatte, um die ganzen eindrücke zu speichern und auch mit zu uns wieder zurück zu bringen...und dein großes Herz, um uns kapitalistischen Wohlfarthsstaatlern hinterher die Augen zu öffnen..

Grüß MC Ostler und die Indiander von mir. :-)