Samstag, November 29, 2008

Grüzi

ja, die schweiz. über den, nur-noch-für-sachsen-verfügbaren-feiertag konnte ich nutzen um mit dem captain zürich unsicher zu machen. unser hotel lag zwar im sog. rotlichtviertel, war aber für zürich mit abstand nicht nur günstig, sondernauch wahnsinnig nett. nett ist ein blödes wort ich weiß. die schweizer waren nicht nur wahnsinnig gastfreundlich sondern auch großzügig. losgings am ersten abend mit dem "lichterfest". im altstadt-ring mit seinen süßen gäßchen waren überall lichterketten und tee-lichtern in den schaufenstern aufgebaut, sowie live-musik auf der straße.
das besondere waren die glühweinstände vor etlichen lokalitäten, die kostenfrei diesen vorweihnachtlichen alkohol ausschanken!! einmal die runde rum und der pegel war auf angenehmer höhe! das war auch gut so, denn kulinarisch waren wir eher auf unfreiwillige diät gesetzt. warum? weil selbst ein fischbrötchen der bekannten seafood-kette dort 5 € aufwärts kostete!
den nächsten tag verbrachtet wir bei strömenden regen und 3-5 °C im zoo. dort waren wir so gut wie alleine und erfreuten uns vorallem am affen-nachwuchs! positiv, die schweizer haben eine regenwaldhalle mit 11.000 m² urwald aus madagaskar nachgebildet. das bedeutet, 23 °C,
90 % Luftfeuchtigkeit, freilebende primaten und flughunde sowie sonderbare vögel die dort frei leben und einem über den weg laufen. wow!!!
nachdem natürlich das eintrittsgeld bis zur letzten minute der schließung ausgenutzt wurde, versuchten wir unsere löcher im magen mit etwas warmen zu stopfen und suchten in unserem viertel einen asiaten (die den ruf haben günstig zu sein,...)! naja das 3-fache des leipziger-gebratene-nudeln-mit hühnchen-preises war es dann schon. aber gemütlich mit einer schwizerdutsch-sprechende-thai. spontan auf ein bier aus wurde daraus eine kneipentour in der langstraße (quaisi-karli-im-rotlichtviertel). sehr cool!!!!!!!!!!! von ner schwarzen metal-kneipe über das studentische "sansibar", eine italienische schlagerkneipe war schließlcih das "haiti" die krönung. dort waren wir die einzigen mit weißer hausfarbe und es gab natürlich ein geburtstagsbier für den captain der gerade 33 jahre wurde! im morgengrauen fielen wir dann in unsere wirklich bequemen betten. leider nicht für lange! besuch aus münchen hatte sich angekündigt! die bine. leider krankheitsbedingt alleine angereist wollte sie mit uns das wo-ende verleben. cool! also touri-programm mit stadtbesichtigung etc....


ok. nach den ganzen positiven sachen kommt der nun der grausige teil für mich. es fällt mir sogar schwer mich daran erinnern zu müssen. es war ein geschenk und ich weiß bis heute nicht wie ich auf so eine idee kam. der ort des grauens: das oxa. da meine zweite hälfte neben seinem guten musikgeschmack wohl irgendwann à la obelix in einen pott mit furchbaren folgen gefallen sein muss wollte ich ihm einmal verständnis entgegen bringen. das heißt konret: er steht auf techno. da ich mich in dieser sparte nicht auskenne, weiß ich nicht welches zeug er da ganau mag - für mich hört sich eh alles gleich an. mit drei flaschen sekt und einer flasche wein zu dritt hatten die anderen ne gute stimmung und ich mir mut angetrunken. nach 30 min tram fahren standen wir nun vor dem lieblingclub vom captain. der schon ganz aufgeregt kaum es noch erwarten konnte. ich war auf das schlimmste eingestellt, aber es wurde noch schlimmer. am eingang gab es ohrenstöpsel die ich den ganzen abend nicht rausnehmen sollte. bis zur ersten bahn waren es 5 stunden die ich minütlich nachzählte und nur durchhielt, weil ich mir sagte:" es sind nur 5 stunden deines lebens". ein paar eindrücke: die leute waren von 16 - 36 jahren alt oder jung, kleidungstechnisch eine art freakshow von punkstyle bis love-parade-mäßig oder irgendwie anders peinlich. chemische stimmungsaufheller wurden in großen maße unter die bevölkerung gebracht und gefühlt hätte ich es dringend nötig gehabt....keine angst, ist nicht mein ding. eintrittsgeld- 30 schweizer franken (ca. 22 €). der captain kam ohne eintritt zu zahlen rein aufgrund seines geburtstages...ein kleiner lichtblick
drinnen kostete ein 0,25 l heineckenbier 4,50 € das war das "billigste" getränk. des weiteren war in diesem vorhof zur hölle irgendwie eine seltsam-gute-stimmung>> mit frauen anbaggern, flirten und sonstigen sachen auf die ich überhaupt nicht scharf war. noch zwei stunden. puh. ich hielt es kaum noch aus. kam mir vor wie unter einer gehirnwäsche und meine innereien taten weh von den bässen. bine und der captain waren auf wolke 7 und nicht von der tanzfläche wegzudenken! nach 10 gläsern leitungswasser und ein paar bier die mir nette schweizer herren haben zukommen lassen gings endlich richtung hotel. nie nie wieder werde ich in so einen schuppen gehen. nicht für eine mio €!
das ist nie nie nie wieder gut zu machen!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!
nach nur 2 stunden schlaf ging es zum zug und nach weiteren 10 stunden und verspätung der deutschen bahn war ich endlich endlich wieder zuhause....das hat mich echt an meine grenzen des ertragbaren gebracht und ein zweites mal würde ich eher einen kredit aufnehmen und mit dem taxi durch die schweiz fahren also noch mal 10 min in solch einem club zu verbringen!
was tut man nicht alles für die liebe.......

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